Warum Du deine Narben behandeln solltest!

Narbe

Eine Narbe kann schnell man Auslöser für eine geringere Beweglichkeit oder weitere Verletzungen sein.

Oft durchzieht eine Narbe alle Hautschichten, d.h. die Faszien, die Muskeln und sogar die Organe. Die Rolle des Bindegewebes bleibt immer noch stark unterschätzt. Viele Therapeuten halten die Behandlung bzw. Massage der Narbe für die Wiederherstellung von Körperfunktionen für unerlässlich. 

Narben sind für zahlreichen Schmerzzustände Bewegungseinschränkungen verantwortlich. Darunter zählen Rücken-, Arm-, Schulter-, Brust-, und Bauchschmerzen.

Grundsätzlich gehört die Behandlung der Narben in die Hände der Manualtherapeuten. Diese behandeln in der Regel alle von der Vernarbung betroffenen Gewebsschichten. Wenn Ihnen alte oder akute Verletzungen, die z.T. operativ behandelt werden mussten, auffallen, dann sprechen Sie dies mit ihrem Therapeuten ab.

Der Ablauf einer solchen Behandlung sieht i.d.R. wie folgt aus:

  1. Sanften Massieren des Narben- und umliegenden Hautareals
  2. Dann wird die Haut abwechselnd in unterschiedliche Richtungen gedehnt. 
  3. Zusätzlich erfolgt eine Wärme-Anwendung
  4. Danach werden die tiefer gelegenen Bindegewebsschichten wieder in unterschiedliche Richtungen gedehnt.
  5. Letztendlich wird die Narbe und die umgebende Haut wieder vorsichtig massiert.

Die sanften Bewegungen fördern die Durchblutung. Außerdem trägt die Massage dazu bei, die Kollagenfasern zu brechen, was die Narben weicher und flacher macht. Die Behandlung von Narben durch regelmäßige Massage kann somit die Narbenstruktur deutlich verbessern und diese beweglicher und unauffälliger machen.

Selbstbehandlung der Narben

Zusätzlich kann eine ergänzende Selbst-Behandlung der Narbe  nach Absprache mit dem Therapeuten erfolgen. Auch ältere Narben, die schon fast in Vergessenheit geraten sind, sollten nicht außer Acht gelassen werden.

Bei der Narbenmassage sollten Sie zunächst mit leichtem Druck am Rand der Narbe entlang massieren. Danach sollten Sie quer über die Narbe massieren. Ist die Bewegung der Narbe und der angrenzenden Hautschichten in eine Richtung eingeschränkt, kann durch leichten Druck der Widerstand vermindert werden.

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